Narrenbaum 2020

Waldpoet Samstag, 18. Januar 2020 von Waldpoet

Ein 22 Meter hoher Baum beim Jubiläum

22. Narrenbaumstellen

Der eine oder andere Narr mag sich gewundert haben, dass der Narrenbaum bereits stand, als der große Lindwurm mit Baumstellern, Baumwieble und einer bunten Narrenschar auf dem Konstantinplatz eintraf. Die Narrenbaumgilde Hausach wollte für ihr kleines Jubiläum, dem 22. Narrenbaumstellen seit Gründung, einen besonderen Baum stellen.

Dieser besondere Baum - als Wahrzeichen aller Narren – knarzig und verästelt wurde bereits einen Tag vor dem Jubiläum gestellt. Es wäre zwar nicht unmöglich gewesen, diesen besonderen Baum wie üblich per Hand mit Schwalben zu stellen, doch es wäre für Baumsteller und Narren zu gefährlich gewesen, weil sich der verästelte Baum garantiert durch die Unwucht gedreht hätte. Und weil Sicherheit immer vorgeht, hat sich das Gremium der Narrenbaumgilde dazu entschieden, den Jubiläumsbaum am Vortag mit absolut sicherer Maschinentechnik zu stellen.

Dieser besondere Baum aller Narren ist ein tief herzliches Dankeschön an alle Hausacher und alle Narren aus nah und fern, die unseren närrischen Brauchtum fördern und unterstützen. So war es uns möglich, dass wir im Narrenstädtle Huse nunmehr seit 22 Jahren das Wahrzeichen aller Narren gen Himmel stellen konnten.

Zunftmeisterempfang

Baumsteller und Baumwieble haben ihren Jubiläumstag mit einem kleinen Zunftmeisterempfang im Gasthaus Ratskeller eingeläutet. Alle Husacher Zünfte sind dem Ruf der Narrenbaumgilde gefolgt und gaben sich ein kurzweiliges Stelldichein beim närrischen Empfang. Gastgeschenke wurden überreicht, närrische Dankesworte gesprochen und bei Schwarzwälder Häppchen und einem Glas Narrengeist in Erinnerungen geschwelgt. Ein besonderer Dank galt der Volksbank Mittlerer Schwarzwald eG.

Vorstandsvorsitzender Heinzmann und seine Kollegin Engel kamen persönlich vorbei und teilten mit, dass sich die Narrenbaumgilde im Rahmen des Gewinnsparens auf 1.500 EUR freuen darf. Das Hausacher Unternehmen Waltraud Rössler Werbemittel GmbH, das unter anderem auch für seine Pins, Festabzeichen, Mäskle und vieles mehr in der Welt der Narren bekannt ist, hat die Narrenbaumgilde unterstützt.
Gildemeister Morhart bedankte sich bei allen Gästen des Zunftmeisterempfangs mit einer handgemachten Holztafel, die symbolisch auf das Gründungsjahr und Jubiläum verweist.

  • Frau Engel und Herr Heinzmann von der Volksbank Mittlerer Schwarzwald eG mit Gildemeister Morhart
  • Waltraud und Thomas Rössler von Waltraud Rössler Werbemittel GmbH mit Gildemeister Morhart

Eröffnung und Umzug

Rund um den Narrenbrunnen versammelte sich ein bunte Narrenschar, wie schon lange nicht mehr. Ein farbenprächtiges Bild – so viele Hästräger in ihren unterschiedlichen Masken. Eine großartige Vielfalt, die in Hausach für das Erhalten des Brauchtums in der 5. Jahreszeit steht.

Die Fischerbacher Hexenmusik unterhielt mit Fasentsmusik zum Schunkeln und Mitsingen. Waldpoet Ringwald eröffnete das 22. Narrenbaumstellen am Husacher Narrenbrunnen. Er machte kein Hehl daraus, dass ihm das Bild der bunten Narrenschaar gefällt und verwies auf die Gründungsurkunde in der steht: „… wo der Narrenbaum gestellt – isch’s um d‘ Fasent gut bestellt…“ Zeremonienmeister Uhl bedankte sich im Namen der Freien Narrenzunft Hausach eV für 22 Jahre Narrenbaumstellen bei Baumstellern und Baumwieble. Nachdem das Wasser für die Baumtaufe in den Holzbottich geschöpft wurde, setzte sich ein nicht enden wollender närrischer Lindwurm in Bewegung und schlängelte sich durch Husachs Narrengassen in Richtung Konstantinplatz. Zahlreiche Zuschauer säumten den Umzugsweg. Immer rhythmisch den Lauten der Narrenpäpern folgend wippten viele Narren im Takt – der eine mehr, der andere weniger.

Konstantinplatz

Auf dem Konstantinplatz angekommen, wurde der Tross mit Applaus und Narri-Narro Grüßen willkommen geheißen. Baumsteller und Baumwieble hatten den Platz in eine kleine Festmeile verwandelt. Und mittendrin: der Jubiläumsbaum. Mit seinen knarzigen Verästelungen, dem Baumschmuck der Hausacher Narrenzünfte und den beiden stolzen Puppen, eine symbolisch als Baumsteller und die andere als Baumwieble dekoriert, ist es ein stolzes Symbol aller Narren geworden. Ob es Zufall ist, dass der 22. Narrenbaum im 22. Jahr genau 22 Meter misst? Bei ausgelassener Stimmung, Sonnenschein, blauem Himmel und bester Verköstigung feierten alle Narren und Besucher bis in den späten Nachmittag.

Narrenhock

Im musikalischen Wiegeschritt marschierten Hästräger und Besucher hinter den Fischerbacher Hexenmusikern zum Narrenkeller und Historischen Keller. Dort gaben sich alle ein närrisches Stelldichein beim Narrenhock. In beiden Kellern spielten

abwechselnd die Musiker der Sulzbach-Hexen Hausach und die Hexenmusiker aus Fischerbach Stimmungskracher. Bis weit in die Nacht hinein feierten Narren und Gäste das kleine, aber feine Jubiläum der Narrenbaumgilde Hausach.

Donkschee

Das Gremium der Narrenbaumgilde Hausach bedankt sich bei Baumstellern und Baumwieble für ihre tatkräftige Unterstützung während der Vorbereitungen und des Festes. Ein Dank geht an alle eingeladenen Gastzünfte und die vielen Besucher. Schließlich bedanken wir uns bei der Freien Narrenzunft Hausach eV für ihre Unterstützung und die Hansele und Spättle für die Bewirtung im Narrenkeller und Historischen Keller. Allerletzt bedanken wir uns bei allen, die wir hier unbeabsichtigt nicht erwähnt hätten.

Wir sagen mit einem närrisch tief verbundenen Gruß: „Donkschee.“

Impressum | Datenschutzerklärung | Sitemap | Ansprechpartner | Kontakt | Links