Gutach 2016

Burgis von Gutach spart am falschen Loch

Die Narrenbaumgilde aus Hausach wurde von den Bühlersteiner Hexen aus Gutach eingeladen, vor dem Kinderball einen Narrenbaum zu stellen. Gestern trafen sich Baumsteller und Baumwieble in Hausach, luden das erforderliche Handwerkszeug auf den LkW und nahmen das freundliche Narrenwetter mit in die Nachbargemeinde.

Gutacher Musik und eine Schar Narren empfangen die Narrenbaumgilde

Kaum hatten die Baumsteller ihr Handwerkszeug abgeladen, wurden Sie von der Gutacher Musik mit klingenden, närrischen Rhythmen empfangen. Das war eine gelungene Überraschung. Auffallend viele Zuschauer, Närrinnen und Narren hatten sich vor dem Rathaus eingefunden. Alle wollten sehen, wie die Baumsteller unter dem Kommando ihres Gildemeisters Mimi den Baum in das Loch hieften.

Den erfahrenen Baumstellern ist gleich aufgefallen, dass zur Hülse, in die der Narrenbaum gestellt werden soll, keine abgerundete Führungskerbe zeigte. Ursprünglich sollte der Narrenbaum auf dem Festplatz aufgestellt werden, weil dort das Loch größer und über eben eine solche Führungskerbe verfügt.

Aber Siegfried, Burgis von Gutach, wollte den prächtigen Narrenbaum gerne vor seinem Regentensitz stehen sehen. Die Narrenbaumgilde nahm die Herausforderung an und hiefte den mit einem großen Dolder versehenen Baum vom Hänger. Sie legten ihn direkt vor die kleine Hülse. Auf das Kommando "On de Baum" fing das Spektakel an.

Narrenbaum wird Opfer physikalischer Gesetze

Alles ging schnell und ohne Vorankündigung. Kaum hatten die Baumsteller den Narrenbaum in einem Winkel von etwa 80 Grad in den Schwalben liegen, rutschte der Stumpf von der Lochöffnung weg. Dadurch verlagerte sich der Schwerpunkt des Baumes Richtung Spitze und landete mit einem wuchtigen Knall auf der Straße. - Niemand wurde verletzt, das war in dem Moment die wichtigste Feststellung.

Und wegen der fehlenden Führungskerbe konnte der Stumpf nicht nach und nach in die Hülse gestemmt, sondern musste erst fast senkrecht hochgehieft werden, damit er in die Hülse rutschen konnte.
Kaum war der erste Schreck gewichen war klar, dass sich die Baumsteller nicht geschlagen geben. Hölzer, Schwalben und Taue hatten den Schlag ohne Beschädigungen überstanden.

Im zweiten Anlauf wuchteten die Männer um Gildemeister Mimi den Narrenbaum schnell und gekonnt die die Hülse. Mit viel Applaus zollten die Zuschauer dieser gekonnte Leisung großen Respekt. Burgis Eckert's blasse Gesichtszüge wichen einer gesunden, blutzierkulierten Haut. Spätestens jetzt musste dem Burgis von Gutach klar geworden sein, dass es sich nicht lohnt, am falschen Loch zu sparen!

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