Narrenbaum 2016

Erster Hornist bläst zur Eröffnung

29 Meter ragen gen Himmel
Narrenbaumgilde stellt das Wahrzeichen der Narren auf dem Konstantinplatz

Pünktlich um 14:00 Uhr schmetterte der erste Hornist der Husacher Narrenpolizei inbrünstig seinen launigen Fanfarenruf zur Eröffnung der Zeremonie am Narrenbrunnen. Auffallend wenig Hansele, Spättle und Urmadlee rafften sich auf, um der ersten Veranstaltung zur traditionellen Husacher Fasent, dem Narrenbaumstellen, beizuwohnen und den Brauchtum der Freien Narrenzunft Hausach vorzuleben. Der Platz rund um den Narrenbrunnen war geprägt durch die Farben der Narrenbaumgilde, Hansele, Spättle, Senwig-Hexen, Sulzbach-Hexen, Burggeister und Dämonen.

Taufwasser geschöpft

Waldpoet Ringwald begann mit seinen kurzweiligen Zeilen die Eröffnungszeremonie am Narrenbrunnen. Dieses Jahr zum ersten Mal ohne, dass zuvor der Husacher Narrenmarsch gespielt wurde. Zeremonienmeister Uhl erwähnte in seinem Vortrag, dass zwar die Narrenkapelle beim Narrenbaumstellen nicht mehr spielt - aber die Husacher Narren trotzdem das Narrenbaumstellen unterstützen werden. Danach wurde für die Baumtaufe das Wasser aus dem Narrenbrunnen in den alten und hölzernen Bottich geschöpft.

Erster „a capella“ - Narrenumzug in Hausach

In einem kleinen Umzug begaben sich die Närrinnen und Narren vorbei an der „Lina“ und dem Zunftarchiv zum Konstantinplatz. Der Umzug wurde von den Fahnenträgern der Narrenbaumgilde angeführt. Gefolgt von den Blauen, die voller närrischer Inbrunst das Hanselelied gesungen haben. Baumsteller und Baumwieble bildeten den Schluss des Umzugs und sangen stimmgewaltig ebenfalls das Hanselelied. Die Umzugsteilnehmer befanden sich sozusagen in einer „a capella Zange“.

Am Konstantinplatz wurden die närrischen Umzugsteilnehmer von den Musikern der Sulzbach-Hexen Hausach empfangen. Gekonnt und mit viel Spiellaune unterhielten die Musiker die wenigen Zaungäste und Hästräger beim Narrenbaumstellen.

Während die anwesenden Narrenzünfte ihre närrischen Utensilien am Narrenbaum befestigten, sangen Baumsteller und Baumwieble mit Frontsänger und Waldpoet Ringwald ihr Baumstellerlied. Danach begann das Narrenbaumstellen - schließlich musste das 29 Meter lange närrische Wahrzeichen senkrecht ins Loch und gen Himmel gestellt werden. Während des kurzweiligen und rekordverdächtigen Baumstellens verlas Waldpoet Ringwald die Gründungsurkunde.

Narrenbaumgilde will künftig den Husacher Narrensamen zur Baumtaufe aufrufen

Nach etwa 40 Minuten ragte das närrische Wahrzeichen gen Himmel. Zur Baumtaufe erklang das Baumstellerlied. Zeremonienmeister Uhl und Waldpoet Ringwald riefen diverse Baumpaten auf, den Baum mit dem zuvor am Narrenbrunnen geschöpften Narrenwässerle zu taufen. Weil viele Kinder in den diversen farbenprächtigen Husacher Narrenhäs den Konstantinplatz säumten, wurde spontan ein kleines Spättle aufgerufen, mit einer Kelle voll des wässrigen Narrenbrunnengeistes den mächtigen Narrenbaum zu taufen. Narrenbaumgilde, Musiker der Sulzbach-Hexen Hausach und Husacher Narren trafen sich zu einem gemütlichen Abschluss im Gasthaus Ratskeller.

Fotogalerie

Wir bedanken uns bei Christiane Agüera, Micha Keller und Marco Schwab für die zur Verfügung gestellten Fotos.

Gründungsurkunde

Waldpoet Ringwald verliest die Gründungsurkunde der Narrenbaumgilde. Zeremonienmeister Uhl hält die Urkunde.

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